
Vordere Reihe v.l.n.r.: Dr. Martin Oettmeier, Jens Teubner, Jens Papke, Jennifer Hartlage, Dirk Kanngiesser.
Rising Digital Award Pitch Days: 19 Startups begeistern mit innovativen Ideen und Technologien
Dortmund, Juni 2026 – Zwei intensive Tage, spannende Startups und eine beeindruckende Bandbreite an Innovationen: Bei den diesjährigen Pitch Days des Rising Digital Award gaben Gründer und Gründerinnen einen Einblick in ihre neuen Entwicklungen. Die Spanne reichte vom KI-Reiseplaner, einem hardwarebasierten Malware-Schutz über eine Mathe-Lern-App bis hin zur Mitfahrgelegenheit für Gegenstände.
Aus knapp 100 Bewerbungen präsentierten sich die 19 vielversprechendsten Startups live in Dortmund einer unabhängigen Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft. Noch sind die Ergebnisse unter Verschluss – die Gewinner werden bei der Preisverleihung am 18. Juni ausgezeichnet. Fest steht aber schon jetzt, dass digitale Innovation heute breit gefächert gedacht wird – von spezialisierter Industrie-Software bis hin zu Konsumenten-zentrierten Plattformlösungen.
Initiator des Rising Digital Award ist das Dortmunder IT-Unternehmen Conciso, das Startups unterstützen möchte, die mit ihren Ideen echten Mehrwert schaffen und digitale Innovationen in die Märkte bringen. Bewertet werden neuartige digitale Produkte und Services von jungen Unternehmen aus Deutschland und ganz Europa.
Die 19 Startups in alphabetischer Reihenfolge:
AccelionTech (München) – Physics-basierte KI für die Fertigung: Die Plattform führt Daten aus SCADA, MES, Sensorik und ERP-System zu einem einheitlichen Live-Bild der Produktionslinie zusammen. Sie erkennt Anomalien, liefert Ursachenanalysen in Sekunden und optimiert Prozessparameter – erstmals validiert in der Batteriezellfertigung, u. a. in einer Studie mit dem Fraunhofer IPA.
CityX (Kroatien) – eine gemeinsame digitale Ebene fürs Stadtleben in Europa. Statt für jede Stadt eine eigene isolierte App zu bauen, bündelt CityX Services, Mobilität, Events, Meldungen und Bürgerbeteiligung als Module in einer App, die sich Stadt für Stadt lokal anpasst – in Gent zeigt sie Gent, in Dortmund Dortmund. Städte, Partner und lokale Anbieter können neue Module andocken, ohne bei der Verbreitung jeweils bei null anzufangen.
blixdata (Bochum) – KI-gestützte Analyse technischer Zeichnungen und Baupläne. Die Lösung kombiniert Computer Vision mit Ingenieurs-Know-how, erkennt Symbole, Texte und Strukturen direkt im Plan und überführt sie in eine strukturierte, durchsuchbare Wissensbasis. Jedes Ergebnis bleibt zur ursprünglichen Quelle im Plan nachvollziehbar.
cargovibe (Dortmund) – Digitale Logistikplattform für Speditionen, positioniert als „digitaler Fahrassistent für die Speditionen von morgen“. Das Produkt hilft, Touren zu optimieren und die Auslastung zu steigern.
Determion (Aachen) – Modulare, zertifizierbare Open-Source-Basissoftware für sicherheitskritische cyber-physische Systeme, beispielsweise für die Branchen Automotive und Robotik. Die Software ist nach ISO 26262 zertifizierbar und positioniert sich bewusst ohne Vendor Lock-in.
easy pisy (Bochum) – KI-gestützte, gamifizierte Mathe-Lern-App für die 5. Klasse bis zum Abitur. „Mathopia“ passt die Aufgaben adaptiv dem Niveau des Schülers an und analysiert dank Schrifterkennung nicht nur das Ergebnis, sondern den gesamten Lösungsweg. Gefördert u. a. durch die Film- und Medienstiftung NRW.
ENVIOTECH (Bad Vilbel) – Modernisiert bestehende Straßenbeleuchtung per Plug-and-Play-Retrofitting zu einer vernetzten, intelligenten Infrastruktur. Statt Komplettaustausch wird nachgerüstet – mit bis zu 80 % Energieeinsparung. Ein Smart-City-Ansatz für Kommunen.
Good Game (Essen) – Marktplatz für In-Game-Produktplatzierung und Werbung. „AdVenture“ bindet Marken über 3D-Objekte und Banner als natürlichen Teil der Spielwelt ein („intrinsic advertising“), statt klassische Ads aufzudrängen. Ein Plug-and-Play Software-Development Kit für Unity und Unreal ermöglicht die Integration in weniger als einer Stunde.
TRNDVERSE AVENUE (Bochum) – App-basierte Creator-Commerce-Plattform für Fashion- und Beauty-Inhalte. Bei „Grwm“ (Get Ready With Me) verknüpfen Creator ihre Posts direkt mit Produkten, Nutzer entdecken Inspiration und shoppen unmittelbar. Aktuell in der Early-Access-Phase, ausschließlich mobil.
Liontech Instruments (Braunschweig) – Hardwarebasierter Malwareschutz unter dem Motto „Hardware lügt nicht“. Das Modul „SecureGuard“ erkennt Angriffe direkt im physikalischen Speicher des Systems, lässt sich per SIEM-Anbindung (Security Information and Event Management) in bestehende Server integrieren und eignet sich u.a. für Rechenzentren.
MUVN (Hamburg) – Eine Art „Mitfahrgelegenheit für Gegenstände“: Die Plattform nutzt freie Ladefläche in ohnehin geplanten Autofahrten, um Dinge günstig zu transportieren – und ist laut Anbieter bis zu 80 % günstiger als klassische Speditionen. Alle Transporte sind versichert, die Fahrer verifiziert.
nunq (Dortmund) – DSGVO-konforme KI-Plattform für Unternehmen. Eine Desktop-App bringt KI kontextbezogen in jede Anwendung, bietet freie Modellwahl führender Anbieter (in Europa gehostet) und integriert das interne Unternehmenswissen. Über Dashboards behalten Führungskräfte die Nutzung, Zeitersparnis und ROI im Blick.
Puraite (Bielefeld) – Explainable AI für die systematische Evidenzsynthese in den Life Sciences. Die Plattform fasst wissenschaftliche Forschungsergebnisse zusammen und bewertet diese, verkürzt also monatelange Literaturreviews auf wenige Tage – vom Protokoll bis zum PRISMA-Report – und ist dabei auditierbar für regulatorische Einreichungen (bei HTA, MDR und FDA). Jede KI-Entscheidung ist bis zur Quelle nachvollziehbar, der Mensch behält die Kontrolle.
Rayfield (München) – Verwandelt normale Baustellen-Rundgänge in ein navigierbares 3D-Projektarchiv. Das dient der Fortschrittsverfolgung, der Sichtbarkeit von Mängeln, der Koordination und als Dokumentation bei der Übergabe.
SLAPStack (Dortmund) – Echtzeit-Tracking von Gabelstaplern und Ladung, automatische 3D-Vermessung von Lasten und KI-gestützte Flottensteuerung fürs Lager – ohne bestehende Ausrüstung auszutauschen. Die Lösung macht Lagerprozesse vollständig sichtbar/steuerbar und positioniert sich als erster Schritt zur Lagerautomatisierung.
StoreNow Energy (Düsseldorf) – End-to-End-Plattform für Batteriespeicher-Projekte. Sie deckt Benchmarking, Investitionsanalyse und Bankability ab – für eigenständige Speicher (Battery Energy Storage System, BESS) ebenso wie für Kombinationen mit Photovoltaik oder Windkraft.
Tooliip (Darmstadt) – Sprachbasierte KI-Assistenz, die Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen im Alltag entlastet. Die sprachgestützte Hilfe und die Dokumentation von Symptomen und Aktivitäten funktionieren über Telefon, App oder Smart-Home-Speaker.
Travee (Berlin) – KI-Reiseplaner. Die App plant personalisierte Reisen in Minuten über einen Chat-Assistenten und ergänzt sie um immersive Audio-Guides, die die Geschichten hinter Orten erzählen.
Trustec Valley (Koblenz) – Das Produkt „LogiHash“ verifiziert die Echtheit digitaler und physischer Dokumente (PDF, Brief, Nachricht) in Sekunden. Ein verschlüsselter „T-Code“ macht jedes Dokument individuell prüfbar – auch nachdem es heruntergeladen, gespeichert oder weitergeleitet wurde.











Fotoauswahl: Imagekollektiv GmbH | Oliver Schumacher
Key Facts rund um Rising Digital
- Schwerpunkt: Digitale Produkte und Services (alle Branchen); innovative, skalierbare Geschäftsmodelle
- Teilnehmer: Startups und Teams aus Deutschland und ganz Europa, maximal 24 Monate unternehmerisch aktiv
- Die Finalisten erhalten je 1000 Euro, der erste Platz: 30.000 Euro, Coaching & Nutzung der Conciso-Räume in Dortmund
- Preisverleihung: 18. Juni bei Conciso GmbH, 44269 Dortmund
Fragen rund um den Wettbewerb und zu Conciso beantwortet das Rising Digital Team gerne: fragen@rising-digital.io

