Startup-Wettbewerb „Rising Digital Award“ 2026

Das Hamburger Startup MUVN nutzt freie Ladefläche als „Mitfahrgelegenheit für Gegenstände“ und gewinnt den mit 30.000 Euro dotierten Rising Digital Award 2026.

Sperriger Gegenstand findet freie Ladefläche: MUVN gewinnt den Rising Digital Award

Dortmund, 19. Juni 2026 – Millionen Autos fahren täglich halb leer durch Deutschland. Der Platz ist da, er wird nur nicht genutzt, denn was bislang fehlte, ist eine Art „Mitfahrgelegenheit für Gegenstände“: Die Plattform MUVN nutzt die freie Ladefläche, um Dinge zu transportieren – und ist damit viel günstiger als klassische Speditionen. Alle Transporte sind versichert, die Fahrer verifiziert, die Abwicklung komplett digital. Für diesen innovativen Ansatz wurde das Startup gestern mit dem „Rising Digital Award“ belohnt, den das Dortmunder IT-Unternehmen Conciso zum vierten Mal vergeben hat. 

„MUVN bedient eine Nachfrage nach Transportalternativen und ermöglicht zudem ein neues Business für Leute, die viel mit dem Auto oder Lieferwagen unterwegs sind“, sagt Sebastian Neus, einer der Conciso-Geschäftsführer. „Was das Startup aus Sicht unserer Jury zusätzlich auszeichnet, ist seine professionelle Finanzplanung, die schnelles und sicheres Wachstum ermöglicht.“

Katharina Kreutzer, Mitgründerin von MUVN, war auf die Marktlücke gestoßen, als sie ihren eigenen Umzug von Regensburg nach Hamburg plante. Bereits zehn Monate nach der Gründung mit zwei Freunden ging die Plattform online und zieht seitdem Kunden und Investoren an. „Wir möchten die führende europäische Plattform für Transporte werden“, sagt Kreutzer an dem Abend. Nächster Schritt: Der Service kommt Ende 2026 nach Österreich.

Zusätzlichen Anschub gibt jetzt das Preisgeld über 30.000 Euro. Zudem unterstützt Conciso das Hamburger Startup bei der Weiterentwicklung – mit erfahrenen Coaches und der Bereitstellung des Conciso-Workgardens für Meetings und Trainings.

Nach einem Video-Grußwort von Oberbürgermeister Alexander Kalouti hatte Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung, die gläserne Rising-Rakete übergeben. Marzen: „Dortmund ist stark bei Innovationen und IT. Dieser Wettbewerb ist ein Beispiel für die funktionierenden Netzwerke am Standort, und er schafft es, positive Gründungsgeschichten zu erzählen, die andere Unternehmer motivieren.“ 

Bis zu 1000 neue Arbeitsplätze
In den Wochen vor der Preisverleihung hatte eine Expertenjury aus lokaler Wirtschaft und Wissenschaft rund 100 Bewerbungen aus Deutschland und der EU unter die Lupe genommen und davon 19 Startups zu den Pitch Days nach Dortmund eingeladen. Dort präsentierten die Gründer und Gründerinnen ihre Produkte – allesamt businesstaugliche digitale Anwendungen für Industrie, Entwicklung, HR und Logistik, die aktuelle Technologien nutzerfreundlich einsetzen. Sebastian Neus schätzt die Erfolgschancen der bewerteten Startups hoch ein: „Ich halte es für realistisch, dass die diesjährigen Wettbewerber in den kommenden zwei Jahren bis zu neue 1000 Arbeitsplätze schaffen können.“

Die fünf Finalisten des Rising Digital Awards 2026

MUVN (Hamburg)
Eine Art „Mitfahrgelegenheit für Gegenstände“: Die Plattform nutzt freie Ladefläche in ohnehin geplanten Autofahrten, um Dinge günstig zu transportieren – und ist laut Anbieter bis zu 80 % günstiger als klassische Speditionen. Alle Transporte sind versichert, die Fahrer verifiziert.

Liontech Instruments (Braunschweig)
Hardwarebasierter Malwareschutz unter dem Motto „Hardware lügt nicht“. Das Modul „SecureGuard“ erkennt Angriffe direkt im physikalischen Speicher des Systems, lässt sich per SIEM-Anbindung (Security Information and Event Management) in bestehende Server integrieren und eignet sich u.a. für Rechenzentren.

AccelionTech (München)
Physics-basierte KI für die Fertigung: Die Plattform führt Daten aus SCADA, MES, Sensorik und ERP-System zu einem einheitlichen Live-Bild der Produktionslinie zusammen. Sie erkennt Anomalien, liefert Ursachenanalysen in Sekunden und optimiert Prozessparameter – erstmals validiert in der Batteriezellfertigung, u. a. in einer Studie mit dem Fraunhofer IPA.

TRNDVERSE AVENUE (Bochum)
App-basierte Creator-Commerce-Plattform für Fashion- und Beauty-Inhalte. Bei „Grwm“ (Get Ready With Me) verknüpfen Social-Media-Creator ihre Posts direkt mit Produkten. Die Nutzer lassen sich inspirieren und können unmittelbar shoppen. 

Puraite (Bielefeld)
Explainable AI für die systematische Evidenzsynthese in den Life Sciences. Die Plattform fasst wissenschaftliche Forschungsergebnisse zusammen und bewertet diese, verkürzt also monatelange Literaturreviews auf wenige Tage und ist dabei auditierbar für regulatorische Einreichungen. Jede KI-Entscheidung ist bis zur Quelle nachvollziehbar, der Mensch behält die Kontrolle.


Über Conciso 

Die Conciso GmbH ist eine agile IT-Beratung und Softwareentwicklung aus Dortmund. Seit 2016 baut das Unternehmen Software und begleitet Organisationen in drei Bereichen, die ineinandergreifen: effektive Software, wirksame Organisationen und angewandte KI. Denn Software, die läuft, braucht eine Organisation, die mitkommt. Und KI funktioniert nur, wenn beides stimmt. Heute zählt Conciso 73 Mitarbeitende an mehreren Standorten.

Pressekontakt: Annabell Vetter | annabell.vetter@conciso.de | M: +49 160 3375 024