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Microservices sind noch immer in aller Munde. Sie sollen autark entwickelt, ausgeliefert und deployed werden. In der Realität können sie aber fast immer nur in Kombination sinnvoll benutzt werden.

Aus der Perspektive des Softwaretesters ist die Sache daher klar: wir wissen aus Erfahrung, dass Softwarekomponenten, die miteinander interagieren, auch integriert getestet werden müssen. Jeder musste sicher einmal die schmerzliche Erfahrung machen, dass es an dieser Stelle nicht genügt, eine einzelne Komponente in Isolation zu testen, um sicherzustellen, dass die Komponenten auch im Zusammenspiel sauber funktionieren.

Ein weiterer Vorteil von Microservices besteht in der hervorragenden Tauglichkeit für CI und insbesondere CD. Hier werden sämtliche Teststufen vollständig automatisiert in einer CI/CD-Pipeline durchlaufen. Wenn nun aber die E2E-Teststufe fehlschlägt, dann ist die Auslieferung von allen(!) beteiligten Microservices blockiert, bis die Ursache identifiziert und behoben ist!

An dieser Stelle zeigt sich der Widerspruch zwischen dem Ziel, über E2E-Tests die Qualität der Software sicherzustellen und dem Ziel, schnell und unabhängig einzelne Komponenten ausliefern zu können.

In diesem Vortrag teilen wir unsere Erfahrungen im Umgang mit diesem Dilemma aus einem Projekt mit über 200 Entwicklern und einer Microservices-Landschaft mit über 60 Services.

Dabei diskutieren wir die Vor- und Nachteile von E2E-Tests für Microservices, die wesentlichen Probleme und Hindernisse, denen wir begegnet sind, welche Lösungsstrategien wir entwickelt haben, und was es für alternative Ansätze gibt, die man bedenken sollte.

Speaker

Lukas Pradel arbeitet als Senior Consultant bei der Conciso GmbH. Die Zeit, die er nicht mit Softwareentwicklung verbringt, nutzt er am liebsten zum Motorradfahren.