Am Donnerstag den 23.11.2017 fand das zweite „Conciso Coding Dojo Dortmund“ (CCDD) statt. In den Räumen der Conciso GmbH haben sich insgesamt 15 Leute zusammengefunden, um in einer gemütlichen Atmosphäre mit Getränken und Keksen zu versuchen, die Code-Kata „Counting Lines Of Code“ durchzuführen. Dabei kam es nicht auf die vollständige Lösung der Aufgabe, sondern vielmehr auf den Weg an.

Kurz vor Beginn des 2.CCDD

Um ein wenig Struktur in die Vorgehensweise zu bringen, wurden für die Kata einige Regeln festgelegt und als Durchführungsform Mob-Programming gewählt. Folgende Regeln waren vorgegeben:

  1. Java wird als Programmiersprache verwendet.
  2. Es wird Test-getrieben entwickelt, d.h. Quelltext ohne Tests wird nicht erstellt bzw. direkt wieder gelöscht.
  3. Es gibt einen Driver, der die Tastatur bedient und das eintippt, was die anderen sagen.
  4. Alle anderen Teilnehmer übernehmen die Navigation, d.h. sie diskutieren über mögliche Lösungsansätze und beschließen, was der Driver eingeben soll. Dies erfolgt je nach Vorwissen des Drivers in gröberer oder feinerer Granularität.
  5. Der Driver wechselt alle 5 Minuten.
Regeln des CCDD

Nach der Einführung und der Erklärung der Regeln haben sich alle Teilnehmer auf die Aufgabe gestürzt und zusammen versucht, das Problem zu lösen. Dabei wurden einige Lösungsansätze entwickelt und wieder verworfen. Aufgrund der Teilnehmerzahl konnte jeder leider nur einmal an die Tastatur, da ein Zeitrahmen von 2 Stunden für die gesamte Veranstaltung vorgegeben war.

Zum Schluss hat noch eine Retrospektive stattgefunden, in der die Erfahrungen, Wünsche und Probleme während der Kata besprochen wurden. Dabei kamen teilweise sehr gegensätzliche Meinungen bezüglich der gewählten Aufgabe und der gemeinsamen Durchführung heraus. Einige Teilnehmer fanden die Kata zu lang für die vorgegebene Zeit, andere dagegen genau richtig. Teilweise wurden bereits fertig codierte Akzeptanztests gewünscht und andererseits wurde gesagt, dass die Aufgabe komplett ohne Tests wesentlich einfacher zu bearbeiten gewesen wäre. Insgesamt waren alle Teilnehmer sehr zufrieden mit der Veranstaltung.

Ergebnis der Retrospektive

Fazit

Insgesamt kann ich als Moderator dieses Abends sagen, dass das 2. CCDD ein voller Erfolg war. Die Kata wurde das zweite Mal durchgeführt und einige Erfahrungen von den Teilnehmern des ersten CCDDs konnten wiederaufgenommen und vertieft werden. Wie beim letzten Mal haben wir es nicht geschafft, die Aufgabe vollständig zu lösen, konnten aber viele Erfahrungen sammeln, auf welche Weise man den TDD-Ansatz in der Praxis umsetzen kann. Im Gegensatz zum ersten Mal, in dem wir im Randori-Stil gearbeitet hatten, wurde jetzt in Form eines Mob-Programming vorgegangen, so dass alle Teilnehmer die ganze Zeit gefordert waren, die Lösung des Problems mitzugestalten.

Ich möchte noch einmal allen für den interessanten Abend danken und hoffe, euch alle wiederzusehen. Wie gemeinsam beschlossen, werde ich eine leichtere Kata aussuchen, in der das Problem bis zum Ende der Timebox auch erreicht werden kann. Einen Link auf den Quelltext der erarbeiteten Lösung habe ich wie versprochen auf der Meetup-Seite hinterlegt.